| "plasmic feat. agnes heginger, dr. au", 2009 bei ein_klang |
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[besprechung in SKUG]
[besprechung im freistil]
| "kofomi#13 stimmen.atmen, ", 2009 bei ein_klang |
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dokumentation des komponistenforum mittersill 2008
| "D2H - dedicated to haydn", 2009 bei capriccio |
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das haydn-trio eisenstadt spielt von 18 komponisten/innen verfasste "musikalische statements" über joseph haydn und seine musik, u.a. die komposition "schatten.risse" von elisabeth harnik
| "die andere saite, volume 1", 2009 bei edition zeitton (ORF) |
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enthält die szene "unter der brücke" (6:28 min) aus kugelstein
| "soundog", 2005 bei extraplatte |
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[besprechung von carsten fastner]
[besprechung von (gan) ?]
[besprechung von hannes schweiger]
| "irrt, irrt das ohr", 2005 bei extraplatte |
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cover art by eva murauer
[besprechung von hannes schweiger]
[besprechung von regina himmelbauer]
[besprechung von brian morton]
| "that’s her shoes" (mit wibsch’ma), 1999 bei extraplatte |
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| "wibsch’ma", 1997 bei extraplatte |
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[gruppenfoto]
besprechungen
"irrt, irrt das ohr" [1, hannes schweiger]
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eine solo-einspielung als debut ist ein sehr gewagtes unterfangen, zeugt aber andererseits von einer gehörigen portion risikobereitschaft und selbstvertrauen. und davon besitzt die vor energie sprühende grazer pianistin elisabeth harnik eine ganze menge.
die ausgebildete pianistin und komponistin(sie beendet demnächst ihr studium bei dem renommierten tonsetzer beat furrer) kam über die sogenannte e-musik, bzw. eines kurzen abstechers in popularmusikalische songwriter-gefilde mit der all women-band "wibschma", zur improvisierten musik, der sie nun, neben ihrer fassettenreichen, kreatürlichen kompositionstätigkeit, ihr ganzes herzblut widmet. so mimt es nicht verwunderlich, dass sie sich auf ihrer ersten cd unter eigenem namen ausschließlich der spontanen improvisation widmet. mit verzicht auf einen sicherheitsanker, im inneren dialog mit sich selbst. eine weitere anspornende herausforderung lag für die musikerin in dem vorhaben, sich in die klangcharakteristika unterschiedlicher flügel zu versenken. eine besonderheit stellt diesbezüglich jenes mikrotonal gestimmte klavier dar, das der komponist georg friedrich haas in einer seiner opern verwendete. nicht von ungefähr nennt harnik die stücke "irritationen", die unbestritten auftauchen können. doch sie will das ohr intelligent reizen, es an seine konditionierungsfreiheit erinnern, es sensibilisieren und sich spitzen lassen. in zeitlich konzisen stücken veräußert harnik mit impetus und glühender leidenschaft ihre momentmusik, ohne je einem diffusen klangkonvolut in die falle zu gehen. ihr ausgeprägter perkussiver zugang unter der prämisse das instrument in seiner gesamtheit zu nützen - von den tasten, über den rahmen bis zum innenraum - erlaubt ihr eine genese differenziertester strukturen, auf denen die klangfarben wie irrlichter durch den raum stieben. die beschaffenheit der extemporierten konstrukte spannt sich von massiven klangblöcken hin zu filigranen flechtwerken und knisternder, initiierender unhörbarkeit. textur, dichte und körnigkeit der phantasien begründen sich in einem spannenden ineinandergreifen von asymmetrie und aperiodizität. was nicht zuletzt mit harniks ansatz einer idiomfreien improvisierten musik einhergeht, der eben nicht von einem jazzduktus gespeist wird, sondern auf dem erinnerungssediment klassischer bzw. vornehmlich experimenteller neuer musik aufbaut. demzufolge beflügelt eine völlig unterschiedliche auffassung von zeit, von strukturellem denken und klanglicher ästhetik das handeln. indetermination heißt für die pianistin die spontane expression momentimmanenter befindlichkeiten, umgesetzt in einer spielweise, die eine kohärente synergie aus technischer fertigkeit, mentaler schärfe und berührender sinnlichkeit bildet.
irritationen - klang als unendlicher prozess, mit einem klarheitsgebot wie quellwasser.
"irrt, irrt das ohr" [2, regina himmelbauer aus an.schläge]
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keine ruhigen klaviersonaten, sondern klavierklänge und -geräusche sind das material von elisabeth harnik. die komponistin selbst bezeichnet die so entstandene musik als "spontaneous constructed music". auf "irrt, irrt das ohr" (extraplatte) wird nicht nur in die tasten gegriffen, die saiten werden auch direkt bespielt und können dabei unter umständen auch mal ungewöhnlich gestimmt sein. in den so entstandenen stücken sind einerseits nervös fortschreitende klangfesten zu finden, die aber immer wieder in stehende klänge erstarren. eine durchforschung des instruments klavier.
"irrt, irrt das ohr" [3, brian morton, the wire märz 06]
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harnik has worked with the plasmic quintet as well as showcasing her chamber works alongside the likes of nancy van der vate at a recent wiener mozartjahr symposium. the album title may obliquely refer to satie´s vexations, but it also carries a sublime echo of mauricio kagel´s rrrrrrr, and the soundword, microtonal or not, comes somewhere between the two. this is was harnik calls "spontaneous constructed music", which feels about right. there´s no hint of jazz language and little of the percussive swing irene schweizer has brought to some superficially similar material. harnik makes sound sculptures in wire. they flex, sometimes break, change with the light, but they always seem to work.
"soundog" [1, carsten fastner aus falter vom 02. feb. 2006]
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ohren auf!!
tricks im klavier
… auf welcher die 1963 in graz geborene pianistin und komponistin katharina klement gemeinsam mit elisabeth harnik (clavichord), fredi pröll (perkussion), uli winter (cello) und josef novotny (elektronik) fünf "spontane improvisationen" eingespielt hat. selbst wenn man nicht genau weiß, wie hier klang genieriert wird: das sichere gespür der musikerinnen und musiker für spannungsverläufe zwischen lyrischen momenten und energetischen entladungen garantiert für wirklich packende kammermusik.
"soundog" [2, von (gan) ?]
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harnik / klement / novotny / pröll / winter soundog
bei dem titel dieser veröffentlichung dürfte es sich um die österreichisch eingefärbte bezeichnung für den tag des herrn handeln. eingespielt wurden die 5 spontanen improvisationen von elisabeth harnik (clavichord), katharina klement (piano), fredi pröll (percussion), uli winter (cello) und josef novotny (electronics) jedoch am mittwoch, dem 5. januar 2005. die ergebnisse lassen sich zwar im ansatz mit ähnlich gearteten projekten, wie etwa evan parkers electro-acoustic ensemble, vergleichen, fallen aber durchaus überraschender und impulsiver aus. natürlich wird auch hier der stille als gestaltungsmittel viel platz eingeräumt, jedoch nicht um eine an- und abschwellende intensität der stücke zu erzeugen. die dynamik der musik ergibt sich vielmehr aus jeweils gelungenen akzenten einzelner instrumente, was eine kontinuierlich fließende und unvorhersehbare musikalische bewegung bewirkt.
"soundog" [3, von hannes schweiger ]
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katharina klement (p), elisabeth harnik (clavichord), josef novotny (electronics), uli winter (cello), fredi pröll (perc)
rec.: jänner 2005
vertrieb: extraplatte
der einstand von soundog, vormals auch bekannt unter dem namen "bipsn soundog". doch das kryptische "bipsn" dürfte nicht auf ungeteilte zustimmung innerhalb des ensembles gestoßen sein. anyway - "to bipsn or not to bipsn", soundog ist ein frisches österreichisches quintett mit den beiden tasten- und innenraummeisterinnen katharina klement und elisabeth harnik, dem elektronischen alchemisten josef novotny und den beiden "klangsensoren" uli winter und fredi pröll. das originell besetzte ensemble pflegt auf leisen sohlen eine feinstofflichkeit, in die eine schillernde palette von klang- und geräuschereignissen eingewoben ist. erschaffen werden die daraus resultierenden, bizarren soundtopographien aus der imaginationskraft des augenblicks. abgesprochene strukturverläufe blieben bewusst ausgespart. man gibt sich einem kollektiven spontaneitätsakt hin, der zu texturen führt, denen ein dichtes aber doch reichlich atmendes netz von tönenden geschehnissen eigen ist. phasenweise lassen sich die klanglichen urheberquellen nicht mehr verifizieren, wodurch ein einziger flirrender organismus entsteht. intuitiv folgen die musikerinnen den routen, die die interaktionen initiieren. und somit liegt ein hervorstechender reiz in der detailhaftigkeit der klangfindungen. an tiefenschärfe gewinnen die improvisationen durch eine äußerst sensible handhabung von crescendi und decrescendi, wie durch die eigenständige klangsprachlichkeit der protagonistinnen. ausgespart bleiben sowohl unbändige entladungen, als auch ein zu sehr in sich gekehrt sein. der zauber liegt in einer rastlosen, nie versiegenden beweglichkeit. jede äußerung knistert, knackt, vibriert vor leidenschaft und energie. erschaffen aus einer klangästhetik der genauigkeit und eines konzentrierten raum/zeit-gefüges. soundog drückt in bewegender weise das zufällige als lebensgefühl aus. unbedingt anbipsn.
"plasmic feat. agnes heginger, dr. au" [1, in SKUG ]
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agnes heginger (voc), elisabeth harnik (piano), uli winter (cello), fredi pröll (perc)
vertrieb: ein_klang
das plasmic quartett fungiert als gemischtes doppel, bei dem es schlag auf schlag, ton auf ton im frei improvisierten fai-play-modus in neun sätzen bzw. stücken so richtig schweißtreibend zur sache geht. neben aufgekratzt-schmerzverzerrter vokal-akrobatik von agnes heginger gibt es auch zeit und raum für mikrotonale instrumental-sektionen am cello von uli winter oder am piano von elisabeth harnik. fredi pröll rhytmisiert das ganze therapeutisch, macht quasi akustikpressur. die vergegenwärtigungen höchster musikalischer sit-kom (situations-komposition) glänzen mit variabilitäten der instrumentalen grundkräfte gesang-piano-cello-drums. gegenderte hörerinnen dürfte die geschlechterparität erfreuen, die sich angenehm auf die konturierung der einzelnen stücke auszuwirken scheint. ein konzise befundung sei der geneigten hörerinnenschaft überlassen, meine ferndiagnose attestiert jedenfalls trennungsschmerzen bei verlust einer "plasmic"-cd wie dieser.
"plasmic feat. agnes heginger, dr. au" [2, im freistil ]
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agnes heginger (voc), elisabeth harnik (piano), uli winter (cello), fredi pröll (perc)
vertrieb: ein_klang
ein amtliches, astreines impro-album legt diese oberösterreich-steiermark-wien-connection
vor, deren herkunft weder erkennbar ist noch die geringste rolle spielt (abgesehen von winters
und prölls mitwirkung am impro-epizentrum ulrichsberg, das aber bekanntlich auch mehr auf die internationalisischen ideale der französischen revolution setzt als auf heimattümelei).
"dr. au" setzt mit dem gleichnamigen stück ein, das man bei einem blindfold text locker auch alexander von schlippenbach zuschreiben könnte. wo mit schub gearbeitet wird, klingen die größen des freejazz punkttuell durch; wo das tempo herausge- nommen wird, kommt es unweigerlich zur akzentverschiebung. in den vordergrund treten dann die singulären fähigkeiten dieses quartetts:
die tolle, eindringliche, wechselfreudige stimme von agnes heginger, die eigentlich in diversen alten
musiken ihr zelt aufschlug; das prägnante, kräftige, stellenweise very britishe klavierspiel von elisabeth harnik; das zarte bis harte, leichtfüßig vom violon- zum violence-cello übersprin- gende spiel von uli winter; schließlich der sägende bis rund und poly- rhythmisch, auf gefühlte jones- oder moholo-art trommelnde fredi pröll.
und das beste ist: zusammen passt alles wie angegossen. sehr fesch
(felix)